Freitag, 26. Mai 2023

Sichtungs-Wünsche

Da es jetzt klar ist, dass das mit dem Urlaub tatsächlich klappen wird (whoop whoop !) , haben wir am Wochenende mal wieder ein bisschen in den Unterlagen gestöbert und wie beim Namibia-Urlaub aus den Sichtungslisten jeweils noch ein Säugetier als Ergänzung zu den Vogelwünschen (siehe eigener Beitrag) herausgesucht - unabhängig von der Wahrscheinlichkeit einer Sichtung. 

Hier also die Liste aus neuen und alten (2019er bzw. 2021er) , geflügelten und ungeflügelten Wünschen:



SARAH

Springhase = Springhare (pedetes capensis)

Flaggennachtschwalbe = pennant-winged nightjar (caprimulgus vexillarius)


ELISABETH

großer Ameisenbär = giant anteater (myrmecophaga tridactyla)

Graubrustparadiesfresser = African Paradise Flycatcher (terpsiphone viridis)
Europäischer Bienenfresser = European Bee-Eater (merops apiaster)


CHRISTOPH

Hyänenhund = African Wilddog (lycaon pictus)

Oryxweber = Southern Red Bishop (euplectes oryx)


KONNI

Erdwolf  = Aardwolf (prtoteles cristatus)

Weißstirnspint = White-fronted Bee-eater (merops bullockoides)
Zweiband-Nektarvogel = Purple banded Sunbird (Cinnyris bifasciatus)

Donnerstag, 18. Mai 2023

Vogelwelt Südafrika (Beitrag Sarah)

Hallo Zusammen,

heute mal ein etwas anderer Blog-Beitrag. Ich bin Sarah und die jüngste Gelking der Familie. 2020 war ich als Natur- und Vogelschutzwartin auf Wangerooge tätig und will deswegen heute mal einen Blick auf die Vogelwelt Südafrikas werfen:

Vor meinem BFD auf Wangerooge war ich ziemlicher Ornithologen-Anfänger und kann mich deswegen nur im Nachhinein wirklich über die Vogelsichtungen der beiden ersten Namibia-Urlaube freuen. Bei der Namibia-Reise 2021 war unser Interesse an der Vogelwelt geweckt und ich bzw. wir haben uns verstärkt mit der Vogelbeobachtung, dem Birden, beschäftigt. Besonders auffällig im Vergleich zur heimischen Vogelwelt sind die Farben:


Grünschwanz-Glanzstar
Gabelracke
Rotbauchwürger











Außerdem gibt es natürlich ein paar afrikanische Besonderheiten wie diese hier:

Vogel Strauß
Rotschnabeltoko (auch "flying chili")












Nicht zu vergessen Greifvögel, darunter meine persönlichen Highlights: Eulenvögel (grade weil man sie hierzulande nur sehr selten zu Gesicht bekommt):

Dominohabicht
Milchuhu
Fleckenuhu







Echte ornithologische Besonderheiten Namibias wie der Gelbbülbül, der Paradieskranich oder die Rotdünenlerche sind uns nicht, oder zumindest nicht bewusst, über den Weg gelaufen.

Aber worauf hoffen wir in Südafrika? Wie bei den den letzten Urlauben auch hat jeder neben einem Wunschsäugetier auch einen Wunschvogel gewählt:

Papa: Oryxweber (Euplectes orix)

Der Oryxweber gehört zur Familie der Webervögel, die uns in Namiba vor allem durch ihre imposanten Nester in Erinnerung geblieben sind. In Afrika brütet er zwar ausschließlich in der Etosha-Pfanne Namibias, sollte aber auch in Südafrika mit genauerem Hinschauen zu entdecken sein.










Mama: Zweiband-Nektarvogel (Cinnyris bifasciatus)

Die Familie der Nektarvögel, auch Honigsauger genannt, kommt zu großen teilen in Afrika vor und sind das Gegenstück zu den amerikanischen Kolibris. Sie können allerdings nur sehr kurze zeit auf der Stelle fliegen und können sich neben dem pflanzennektar auch vom Insektenfangen ernähren. Die meisten Nektarvögel sind hier sehr unbekannt, weitere Informationen fondet man nur auf englischen Ornitologie-Websiten.






Elisabeth: (europäischer) Bienenfresser (Merops apiaster)

 Der Europäische Bienenfresser gehört (welche Überraschung) ebenfalls zur Familie der Bienenfresser, gehört aber im Gegensatz zum Weißstirnspint zu den Langstrecken-Zugvögeln und überwintert nur in Afrika. In den Sommermonaten kann er sogar in Deutschland in der Nähe des Kaiserstuhls beobachtet werden. Da wir im August in Afrika sein werden, ist die Wahrscheinlichkeit einen Bienenfresser zu Gesicht bekommen, wohl eher gering aber in keinem Fall unmöglich, da gerade durch den Klimawandel viele Vögel ihr Zugverhalten ändern und manche Gebiete als dauerhaften Lebensraum für sich annehmen.






Sarah: Flaggennachtschwalbe (Caprimulgus vexillarius)

Die Flaggennachtschwalbe gehört zur Familie der Nachtschwalben und sollte mir allein deswegen schon Bedenken wegen einer möglichen Sichtung machen. Sie ist ein innerafrikanischer Zugvogel, hält sich in den Sommermonaten aber im Süden Afrikas auf. Auch die Google-Bildersuche gibt einen Anhaltspunkt dafür, wie gut meine Chancen auf eine solche Nachtschwalbe stehen. Es werden genau 38 Bilder angezeigt, wovon nur zehn eine Flaggennachtschwalbe zeigen. Sie scheint demnach fast unmöglich zu finden oder zu fotografieren zu sein. Da sie meinem Empfinden nach aber aussieht wie aus einem Märchenbuch, gebe ich die Hoffnung auf eine Zufallssichtung noch nicht auf und begnüge mich solange mit den anderen 370 in Südafrika vorkommenden Arten.





Also: Fernglas über die Schulter, ab ins Flugzeug und alles bestimmen was einem vor die Linse fliegt.


Sonntag, 14. Mai 2023

Wildcard - Update !


Im Januar hatten wir uns bereits mit der Wildcard, also dem Jahresticket für die südafrikanischen Nationalparks beschäftigt, siehe Blogbeitrag.  Ergebnis, für uns ist es am Sinnvollsten, zwei Couple-Memberships zu erwerben, einmal für Konni und mich und einmal für Sarah und Élisabeth. Das ist inzwischen gelungen - wenn auch nicht ganz problemlos. Das Online-Formular funktionierte problemlos für die erste Karte, bei der zweiten ging dann gar nichts. Durch ein par Mails mit der Sanparks-Verwaltung ist das auch geklärt, man muss unbedingt zwei verschiedene E-Mail-Adressen für die beiden Zwei-Personen-Karten verwenden, das Zahlen klappt dann aber mit der identischen Kreditkarte.

Leider hat die Nationalpark-Verwaltung das Verschicken einer Plastikkarte ganz eingestellt. Man bekommt (aus nostalgischen Gründen?) eine ausdruckbare "Karte". Gemailt wurde auch der eigentlich ausschlaggebenden Confirmation Letter, der beim jeweiligen Park-Eintritt vorgezeigt werden muss. 

Mit der Wildcard verbunden war zudem ein vierteljährliches Magazin, dass ebenfalls weltweit zugeschickt wurde. Auch das gibt es derzeit nicht, es ist aber angeblich ein Online-Ersatz geplant. Der Preis ist natürlich NICHT entsprechend gesenkt worden - TiA - That is Africa!




Sonntag, 7. Mai 2023

Nur Bares ist Wahres ?

Soo viel Bargeld werden wir in unserem Urlaub voraussichtlich nicht brauchen. Die größten Positionen, also Flug, Unterkünfte und Mietwagen werden von zu Hause bezahlt. An den Tankstellen, in den großen Supermärkten und in den größeren/professionellen Lodges ist üblich, eine Kreditkarte zu nutzen.

Es bleiben die kleineren Anschaffungen und die Reserve für den Fall, dass mal das Kreditkartengerät mal wieder nicht funktioniert - soll in Afrika durchaus vorkommen. ;-)

Die südafrikanischen Geldscheine kennen wir schon aus Namibia, da der dortige Dollar direkt an den südafrikanischen Rand gekoppelt ist und darum die südafrikanische Währung überall verbreitet und akzeptiert ist.

Es gibt Rand-Bargeld für eine kleine Erstaustattung zu einem akzeptablen Kurs schon hier in Deutschland. Die Scheine sind eigentlich viel zu schön, um sie auszugeben.

Hinten ist jeweils Nelson Mandela abgebildet, vorn die 'Big Five' Nashorn, Elefant, Löwe, Wasserbüffel und Leopard. Jetzt brauchen wir die ja 'nur' noch im Original.

Donnerstag, 20. April 2023

Unsere (kleine) Fotoausrüstung


Seit 2010 hatten wir die Panasonic Lumix FZ150, eine sog. Bridgekamera, als Haupt-Familien-Kamera im Einsatz (Zitat Wikipedia: "Als Bridgekamera wird eine Kamera bezeichnet, die eine Brücke schlägt zwischen den Konstruktionsprinzipien und Eigenschaften von Spiegelreflex- und Kompaktkameras.")
Das aus unserer Sicht Unschlagbare ist, dass wir damit eine Kamera haben, die nicht nur über einen sehr großen Telebereich (24-fach = bis 600 mm) verfügt, sondern gleichzeitig auch eine brauchbare Makroeinstellung (24 mm) für Blumen oder Insekten und zusätzlich sogar noch einen recht starken Filmmodus (Full-HD 1920x1080 Pixel, 28 Bilder/sec) ermöglicht.

Für mich als Hobby-Knipser war es immer schwer verständlich, dass jemand vierstellige Summen für Spiegelreflexkameras ausgibt, darunter natürlich ein riesiges mehrere Kilo schweres Teleobjektiv, und auch sonst noch eine ganzen Koffer voll Zubehör mit sich herumträgt. Unser Zubehör beschränkt sich auf ein paar kleine Ersatzbatterien mit Ladegerät und ein einfaches Stativ.
2017 hatten wir dann als Ergänzung zur FZ150 noch eine gebraucht gekaufte Panasonic Lumix FZ72 (mit 60-fachem Tele, also riesige 20 bis 1.200 mm) für den zweiten Fotografen z.B. auf der anderen Straßenseite mitgenommen. Praktischerweise nutzt die FZ72 die gleichen Akkus wie die FZ150.

2019 wurde das Set um eine weitere Kamera aufgestockt. Wieder eine Bridge-Kamera, wieder eine Panasonic: die Panasonic Lumix FZ1000. Sie stellt beim Zoomen mit ihrem 16-fach-Tele (400 mm) scheinbar einen massiven Rückschritt zu den beiden Vorgängern dar, verfügt aber über eine großen sog. 1-Zoll-Sensor. Die fehlende Tele-Länge kann bei Bedarf nachträglich 'digital' fast ohne erkennbaren Qualitätsverlust größer gerechnet werden. Zudem könnte man automatisch parallel im RAW-Format fotografieren, das eine nachträgliche Bearbeitung gerade bei Licht und Farbe ermöglicht. Dazu muss aber noch geübt werden. Wenn die Idee aufgeht, sollte es dann im Südafrika-Urlaub gelingen, z.B. bei Experimenten mit der Milchstraße am phantastischen afrikanischen Nachthimmel oder bei schwächerem Abendlicht an einem beleuchteten Wasserloch noch etwas 'herauszuholen'. Außerdem können wir damit nun schon aus drei Fenstern drei verschiedene Tiere gleichzeitig fotografieren. 😉

Und als Ergänzung gibt es ja noch die iPhones, mit dem uns insbesondere tolle Panoramen gelungen sind:

Sonntag, 9. April 2023

Big Five, Little Five, Ugly Five oder doch Big Seven?

Vier auf der Suche nach Fünf:

Die Big Five

Die Bezeichnung "Big Five", auf deutsch die "Großen Fünf" geht wohl auf die europäischen Großwildjäger zurück, die ihre Jagdobjekte nicht nach der eigentlichen Körpergröße der Tiere, sondern vor allem nach der Schwierigkeit und den Gefahren bei der Jagd kategorisierten.

Klassisch zählen folgende fünf Tiere zu den Big Five:
(1) Afrikanischer Elefant = Elephant (Loxodonta africana)
(2) Spitzmaulnashorn = Rhino (Diceros bicornis)
(3) Afrikanischer Büffel = Buffalo (Syncerus caffer)
(4) Löwe = Lion (Panthera leo)
(5) Leopard (Panthera pardus)
Heute ist  'Big Five" gebräuchlich vor allem als Werbebegriff der Safari-'Industrie' in ganz Afrika. Touristen versuchen daher, die Großen Fünf in einem Urlaub mit der Kamera 'abzuschießen', statt mit dem Jagdgewehr. Es wir teilweise sogar suggeriert, dass ein 'echter' Safari-Tourist alle fünf Tierarten in einem Urlaub unbedingt gesehen haben muss. Nationalparks, aber vor allem private Game Reserves werben massiv damit, dass man bei Ihnen alle fünf Tierarten sehen könne. Dies geht manchmal so weit, dass eine Big-Five-Garantie versprochen und eine Big-Five-Urkunde am Safari-Abschluss verteilt wird. Solche Garantien sind nur möglich, wenn die Tiere in vergleichsweise kleinen Gehegen gehalten und / oder mit Funksendern ausgestattet sind, um sie bei einer Safari-Tour auch sicher finden zu können.
Schwieriger, aber natürlich interessanter ist es, die Großen Fünf als Selbstfahrer ohne kommerzielle Hilfe eigenständig in einem der großen (National-)Parks zu entdecken. 
die Big Five als Schleichfiguren
eigene Fotos stehen noch aus - also hier mal die Big 5 als Schleichfiguren

die Big Five


Die Bekanntheit des Big Five-Begriffs hat übrigens auch dazu geführt, dass diese die fünf verschiedenen südafrikanischen Banknoten zieren.  

Und zwischenzeitlich hat die Gruppe verschiedene Abwandlungen erfahren, so gibt es beispielsweise die Big Seven, die Little Five oder die Ugly Five.

Die Big Seven
Zu den Big Seven zählt neben den fünf bereits genannten Tieren noch
(6) Gepard = Cheetah (Acinonyx Jubatus) und
(7) Flusspferd = Hippo  (Hippopotamus amphibius). 

Die Little Five
Hier gibt es mindestens zwei Definitionen. In Namibia haben wir bereits die Littel Five der Namib kennengelernt: Namibgecko, Wüstenchamäleon, Zwerpuffotter, Schaufelschnauzenechse und Radspinne.

In Südafrika zählen zu den Littel Five - erkennbar namentlich angelehnt an die Big Five:
(1) Rüsselspringer = Elephant Screw (Macroscelidae oder Elephantulus)
(2) Nashornkäfer = Rhinoceros Beetle (Oryctes Nasicornis)
(3) Büffelweber = Buffalo Weaver (Bubalornis Niger)
(4) Ameisenlöwe = Antilion (Myrmeleontidae)
(5) Pantherschildkröte = Leopard Tortoise (Stigmochelys Pardalis)

Die Ugly Five
Die etwas zweifelhafte Ehre, zu dieser Liste zu zählen, haben 
(1) Marabu = Marabou (Leptoptilos Crumeniferus)
(2) Warzenschwein = Warthog (Phacochoerus africanus)
(3) Geier =Vulture (Aegypiinae)
(4) Gnu = Wildebeest (Connochaetes)
(5) Hyäne = Hyena (Hyenidae)

Die Ugly Five sind bekannt geworden durch das Kinderbuch "The Ugly Five" / "Die hässlichen Fünf" von Julia Donaldson und Axel Scheffler.

Dienstag, 4. April 2023

Der Mietwagen - Toyota Hilux DC 4x4


In 2017 für Namibia waren wir unsicher, welchen Mietwagentyp wir sinnvollerweise wählen sollten und haben uns letztlich für einen 4x4 SUV entschieden, da über 3/4 des namibischen Straßennetzes NICHT asphaltiert sind und wir uns von dem hohem Radstand und der hohen Sitzposition ein besseres Fahrgefühl versprachen.

DAS Brot-und-Butter-Fahrzeug aus dieser Kategorie ist in Namibia eindeutig der Toyota Hilux Doublecab 2,5 l Diesel 4x4, also ein Toyota-Geländewagen mit Doppelkabine (zwei Sitzreihen, vier Türen) und geschlossenem Canopy auf der Ladefläche.

Und fast genau so so sah er dann auch aus:
Aber ist das auch das Richtige für Südafrika? Der Anteil der asphaltierten Straßen ist deutlich höher, in vielen Reiseberichten lesen wir von ganz 'normalen' PKWs, mit denen z.B. auch der Kruger Nationalpark befahren wird. Nun haben wir vor, auch einige weniger besuchte und weniger erschlossene Parks anzufahren und zudem haben wir uns sehr an die für Tiersichtungen optimale Sitzposition, den riesigen Kofferraum und die Sicherheit gewöhnt, die der Allradantrieb in Kombination mit der großen Bodenfreiheit vermittelt. 

 

Also - never change a running system - wir haben in den finanziell etwas sauren Apfel gebissen auch in Südafrika wieder diese Fahrzeugklasse gewählt und werden hoffentlich auch wieder einen Hilux bekommen. 
Ein paar Unterschiede zu unseren Mietwagen in Namibia wird es in Südafrika voraussichtlich geben. Unüblich sind ein Doppeltank (es gibt genügend Tankstellen), ein doppelter Ersatzreifen (es gibt genügend Werkstätten und weniger Schotterpisten) und der Aufbau ist keine geschlossene 'Blechkiste' (wie oben abgebildet), sondern er wird sehr wahrscheinlich Fenster haben. Das sieht zwar chic aus, ist aber für Langfinger leider eine bessere Einladung. Und ob es staubdichter ist, werden wir sehen ...